Motorradtouren im Sauerland sind etwas ganz besonderes. Im Land der tausend Berge und ungezählter Kurven ist das Motorradfahren
noch ein echtes Erlebnis. Bergauf- und bergab finden sich in unserer Urlaubsregion interessante Ausflugsziele, die mehr als nur einen kurzen Blick wert sind.
Historische Fachwerkhäuser und zahllose Dörfer mit ursprünglichem Charme, die in vielen Fällen wegen ihrer besonderen Schönheit ausgezeichnet wurden,
sind nur ein Grund für eine Erkundungsfahrt.
Die Erfahrung hat aber inzwischen gezeigt, dass sich viele Motorradfahrer in unserer Gegend völlig überschätzen. Die Kurven im Sauerland haben zum Teil Verläufe und Radien,
die nicht jeder gewohnt ist und die schon viele Motorradfahrer und Motoradfahrerinnen an die Grenzen ihres fahrereischen Könnens geführt haben.
Selbst elementare Regeln, wie das absolute "No-Go" – Überholen vor einer Bergkuppe, wird immer wieder missachtet, mit zum Teil verheerenden Folgen.
Damit bei Ihrer Tour nichts schiefgeht, haben wir ein paar Anregungen zusammengestellt, die wir unseren Gästen wärmstens ans Herz legen,
falls sie Sie nicht schon längst selbst verinnerlicht haben.
Gute körperliche Verfassung spielt eine große Rolle. Ein Muss ist der absolute Verzicht auf Alkohol oder sonstige berauschende Mittel. Übermüdung verhindern - daher immer ausreichend Pausen einlegen. Die persönlichen Leistungsgrenzen nicht überschreiten und niemals einem aufkommenden Gefühl der vermeintlichen Sicherheit Vertrauen schenken.
Die essenziellen Bestandteile sind: ein gut und stramm sitzender, Din-, bzw. EN-Norm gerechter und sicherheitsgeprüfter Schutzhelm. Gut sichtbare und auffällige Motorradkleidung, die möglichst eng anliegt und am Besten noch zusätzlich mit Protektoren ausgestattet ist. Dazu noch vernünftige Motorrad-Stiefel, der obligatorische Nierengurt und Motorrad-Handschuhe.
Immer mit möglichen Fehlern Anderer rechnen und durch vorausschauende Fahrweise verhindern. Der überwiegende Teil der Unfälle zwischen PKWs und Motorrädern mit Personenschaden wurden von PKW-Fahrern verursacht. Jedoch haben Motorrad-Fahrer trotz aller Technik und Ausrüstung immer noch keine Knautschzone. Daher: Besser Augen auf, vor allem bei der Kurvenhatz!
Besser nicht mit mehr als 8 Motorrädern in einer Gruppe fahren. Ein umsichtiger und streckenkundiger Fahrer sollte die Gruppe anführen.
Die unsichereren und schwächeren Gruppenteilnehmer am Besten in der Mitte fahren lassen. Innerhalb der Gruppe nicht überholen. Auf den Schlussfahrer achten.
Kurvenfahrten: Nicht mit vollem Risiko in die Kurve fahren. Kurven stets von außen, wegen der besseren Übersicht, anfahren.
Erst am Kurvenausgang weiter nach innen ziehen. Immer im rechten Drittel der Fahrbahn bleiben, damit Kopf und Oberkörper nicht in die Gegenfahrbahn ragen können.
Sollte doch einmal ein Unfall oder eine Notfallsituation eintreten, sofort den Notruf über die Nummer 112 anrufen. Bei technischen Schwierigkeiten, bzw. wenn nichts mehr geht, steht der Service der verschiedenen deutschen Automobil-Clubs mit ihrem dichten Service-Netz zur Verfügung.
